Feigenblätter


Feigenblätter

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Holger Impekoven - Victoria Plank, FeigenBlätter. Studien zur Presselenkung in Drittem Reich und DDR (2003). Klebebindung, flexibler Einband.

Die Geschichte der Pressefreiheit ist gleichzeitig auch immer die Geschichte des Versuchs gewesen, die Medien als Korrektiv, als “vierte Kraft” im politischen System einzuschränken, d.h. Öffentlichkeit nicht zuzulassen. Solche Konzepte aber verlangten nicht bloß Mechanismen der Kontrolle, sondern vor allem Techniken der Lenkung.

Die Autoren dieses Bandes führen Beispiele solcher Presselenkungsprozesse aus beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts zusammen.

Victoria Plank widmet sich vor diesem Hintergrund der NS-Wochenzeitung “Das Reich” und vergleicht sie mit der verblüffend ähnlichen Konzeption der “Republik” in der DDR.

Holger Impekoven beschreibt den Weg der Tageszeitung “Neue Zeit” von der “bürgerlichen Zeitung” der 1945 in Berlin gegründeten CDU zum Zentralorgan einer sozialistischen DDR-Blockpartei als Prozeß einer konsequenten Gleichschaltung.

Letztendlich, so das Ergebnis der hier vereinigten Studien, waren diese “Nischen-Zeitungen” als Herrschaftsinstrument angelegt. Sie waren Blätter, die dem totalitären Anspruch dienen sollten, indem sie ihn verbargen - Feigenblätter der Diktatur.

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