Untersuchungen zu Form und Funktion kleinformatiger Porträts


Untersuchungen zu Form und Funktion kleinformatiger Porträts

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Karsten Dahmen, Untersuchungen zu Form und Funktion kleinformatiger Porträts der römischen Kaiserzeit (2001). 294 Seiten Text, 5 Abbildungen, 1 Tabelle und 226 Tafeln, Fadenheftung, fester Einband.

Beginnend mit einer kurzen Betrachtung des Phänomens größenreduzierter Porträtdarstellungen in der griechischen Klassik, der hellenistischen und der römisch-republikanischen Epoche stehen rundplastische Bildnisse des Kaiserhauses und sog. privater Personen unterschiedlicher Gattungen und Materialien im Mittelpunkt dieser Arbeit. Die Auswertung archäologisch überlieferter Fund- und Ausstellungskontexte wird mit einer Zusammenstellung literarischer, epigraphischer und papyrologischer Quellen verbunden und erlaubt es, kleinformatige Bildnisse als eine außerhalb der Funktion eines offiziellen Ehrenmonumentes, besonders im häuslich-privaten Umfeld sowie in Grab, Heiligtum und öffentlicher Prozession beliebte Bildnisart zu bestimmen. Desweiteren werden Entwicklung, Form und Ikonographie - bei kaiserlichen Porträts beispielsweise auch die Frage nach der Abhängigkeit von aus der Großplastik bekannten Bildnistypen - untersucht. Einzelkatalog, Stücklisten und Quellensammlung ergänzen diese Analyse.

Als weitere Bildnisträger sind zudem Waffen- und Ausrüstungsgegenstände des römischen Militärs mit Porträtdarstellungen von Angehörigen des Kaiserhauses sowie der übrige Bereich der Kleinkunst im zivilen Alltag als Medium kaiserlichen und privaten Bildreichtums Gegenstand der Betrachtung. Diese zeugen ebenso wie die rundplastischen Bildnisse von der tiefen Durchdringung individueller und persönlicher Lebensbereiche und -horizonte. Zusätzlich wird die Problematik von in Serie, häufig aus Ton gefertigten und mit Modefrisuren versehenen Bildnissen, des sog. “Porträtersatzes”, diskutiert.

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